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Über uns

Wir sind die Plattform 2020 für gute Lebensmittel GmbH: So viel mehr als nur ein Lieferdienst für hochwertige und überwiegend ökologische Lebensmittel aus Berlin, der Region und aller Welt im Herzen Kreuzbergs für alle Berliner:innen. Inzwischen beliefern wir nicht nur Restaurants, Bars, Cafés und Kitas, sondern auch Büros und Privatkund:innen – von der Großfamilie bis hin zum Singlehaushalt. Zudem betreiben wir seit Juni 2016 den Marktstand Von Beet & Baum in der Markthalle Neun – unser Schaufenster für alle, die unser Sortiment gern mal anschauen wollen.


Konzept

Auf unserem digitalen Marktplatz versuchen wir so direkt wie möglich unser Erzeugernetzwerk mit den Verbraucher:innen in der Stadt zusammenzubringen – ganz im Sinne einer Plattformökonomie. Die Digitalisierung unseres Lieferservices haben wir in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in 2018 weiter vorangetrieben.

Und weil wir eben nicht das typische Handelsunternehmen sind, unterstützen wir dabei die oftmals strukturschwachen Betriebe, indem wir eine faire Wertschöpfung ermöglichen und sie nicht im Preis drücken.

Wir bieten zudem ein relativ großes Dienstleistungsangebot mit individueller Logistik, Beratung, Anbauplanung, Vertrieb, Preisgestaltung und Marketing an. Dabei entstehen Beschaffungsebenen in allen Richtungen: So fragen beispielsweise auch unsere Gastronom:innen und Köch:innen individuelle Erzeugnisse an, wir setzen diese bestmöglich mit ausgewählten Landwirtschaftsbetrieben um. Und nicht zuletzt konnten in der Pandemie unsere Köch:innen wiederum über uns sehr kurzfristig ihre Produkte während des Lockdowns vermarkten.
Bei unseren Anbauplanungen stehen wir in engem Kontakt mit den Landwirt:innen, beraten sie in der Auswahl der Sorten und garantieren natürlich auch Abnahmemengen. Teilweise sind diese wiederum vorher individuell mit Köch:innen abgesprochen, oft beruhen sie aber auch auf Erfahrungswerten.

Und auch die Privatkund:innen profitieren von unserer Plattformökonomie: Da dank größerer Abnahmemengen der Gastronomie mehr Raritäten produziert werden, können wir sie überhaupt erst für die Berliner:innen verfügbar machen.



Geschichte

Alles begann mit einem Problem: Wie können die Erzeugnisse von kleinbäuerlichen sowie handwerklich arbeitenden Betrieben aus der Region sinnvoll in Berlin verteilt werden?

Ebendiese Betriebe sind meist strukturschwach, haben keine eigenen Präsenzen und die Hürden und Herausforderungen für Marketing, Logistik & Vertrieb sind vergleichsweise zu hoch bei einer kleinen Betriebsgröße.

Nach der Übernahme des regionalen Lieferdienstes Regiotopia wurde gemeinsam mit der Markthalle Neun nach Lösungsansätzen gesucht. Schnell war klar, dass ein Aufbau auf etwas Bestehendes nicht möglich war, denn der heute so pulsierende Foodhub Markthalle Neun befand sich damals noch in den Kinderschuhen. Wir mussten also gemeinsam wachsen, um zu dem Lebensmittelpunkt zu werden, der wir heute sind. Bereits damals war jedoch deutlich sichtbar, dass die Markthalle Neun der perfekte Standort ist, um den heißen Scheiß aus der Region in Berlin zu verteilen. Hinzu kamen natürlich Jiros Connections zu den regionalen kleinbäuerlichen Betrieben, gepaart mit Pias Know How in Vermarktung und betriebswirtschaftlicher Erfahrung. Und nicht zuletzt: Unsere Vernetzung mit den Gastromom:innen Berlins. Jiro Nitsch – landwirtschaftlich aufgewachsen – hat bereits vor dem Bioboom lange Jahre im Demetergroßhandel gearbeitet sowie die Next Organic Konferenz gegründet und so ein riesiges Lebensmittelnetzwerk aufgebaut.



Übernahme Regiotopia

Übernahme von Personal, Lieferwagen und Inventar

Einbau der Kühlzelle in die Markthalle Neun


Ausbau des Lieferservices

Jiro kommt als Berater ins Team

Neufokussierung der Erzeugerauswahl auf Vollsortiment

Ausbau des B2B-Geschäfts




Gründung des Marktstands Von Beet & Baum

Johanna kommt ins Team und baut den Marktstand auf 

 Vorerst wird der Fokus auf Obst & Gemüse gelegt


Launch des Webshops

Die Gastronomen können endlich über den Shop bestellen

Die Stadt-Land-Brücke wird digitalisiert




Gründung der Plattform

Wir sind nun unabhängig von der Markthalle Neun – mit Jiro und Pia am Steuer

Öffnung des Webshops für Privatkunden im Zuge der Pandemie

Ausbau des Marktstands in Richtung Mini-Biomarkt 

 Die Regionalwert AG beteiligt sich an der Plattform


Ausbau der Marke

Relaunch des Webshops als Privatkundenshop

Aufbau eines Großhandelsshops für B2B-Kunden



Aber nochmal auf Anfang: Regiotopia wurde von Markus Heiermann und Stefan Seum von der Domäne Dahlem gestartet, inzwischen leitet Markus wieder den Bioland-Gartenbau auf der Domäne und arbeitet nach wie vor eng mit uns zusammen. Die Übernahme des Personals und Inventars sowie der Einbau der Kühlzelle in die Katakomben der Markthalle Neun war 2014 ein Meilenstein in unserer Geschichte. Alles – von den Waagen bis zum Fiat – wurde von Zehlendorf nach Kreuzberg gebracht. Der Startschuss des Lieferservices am neuen Ort. So kam auch Andrej – einst Marktleitung auf der Domäne – direkt von Regiotopia mit ins Team. Viele der ursprünglichen Höfe Regiotopias beliefern uns auch heute noch mit ihren Erzeugnissen, wie zum Beispiel die Domäne Dahlem, das Landgut Pretschen oder der Ziegenhof Ogrosen.

Inzwischen funktioniert die Land zur Stadt Brücke richtig gut: Hier bündelt sich alles – Die Erzeuger:innen kommen auf den Wochenmarkt und auf die Themenmärkte wie StadtLandFood in die Markthalle, weil sie lieber an Orten ihre Produkte vermarkten wollen, wo sie auf gleichgesinntes Publikum treffen. Denn inzwischen ist die Markthalle Neun ein richtiger place to be für die Foodies auf allen Ebenen – für alle die produzieren, konsumieren und vermarkten wollen. Und nicht zuletzt auch für Quereinsteiger,:innen die hier Lebensmittelproduktionen starten und vor Ort produzieren wollen. Der Wochenmarkt ist nicht nur Eventkultur, er ist fixer Treffpunkt für Berliner:innen und den Kiez. Dieses Sammelbecken am Zahn der Zeit für die Ernährungswende ist vielleicht der wichtigste Grundstein für den Aufbau unserer Plattform für gute Lebensmittel gewesen.

2020 bedeutete für uns nicht nur Umbruch durch Ausgründung von der Markthalle Neun und die Pandemie sondern auch Umbruch: Jetzt sind wir auch Teil der Regionalwert AG und freuen uns über die Unterstützung beim Ausbau regionaler Wertschöpfungskreisläufe und den Verbraucher*innen ganzjährig eine regional-saisonal betonte Ernährung zu ermöglichen.


Qualität und Produkte

Bei der Produktauswahl beziehungsweise der Auswahl unserer Erzeuger:innen gibt es für uns mehrere Säulen.

Wir unterstützen gern Betriebe, bei denen uns klar ist – die machen einen guten Job. Ökologische, gern auch kleinbäuerliche Landwirtschaft soll verfolgt werden. Wobei letztere teilweise so klein ist, dass der Aufwand einer Biozertifizierung nicht mehr umsetzbar ist – solche regionalen Ausnahmen haben wir natürlich auch im Portfolio. Verbandsware ist uns wichtig, aber eben auch kein Muss!

Die Lebensmittel sollen zudem handwerklich produziert werden. An kurzfristiger Zusammenarbeit mit Produzent:innen, die uns lediglich als Sprungbrett nutzen und danach nur profitorientiert vermarkten – egal bei wem – ist uns nicht gelegen. Die schaffen das auch ohne uns. Wir sind zwar nicht kleinbäuerlich, aber wir helfen lieber dem kleinen Betrieb und verfolgen so einen Strukturwandel.

Wir wollen, dass sich die Berliner:innen regional und saisonal betont ernähren können – mit allem was es dazu braucht. Als Vollsortimenter haben wir natürlich aber auch Einstiegsprodukte im günstigen Preisniveau für beispielsweise Familien oder Geringerverdiener:innen. Daher vermarkten wir auch Produkte aus beispielsweise größeren Molkereien – es hat ja nicht jeder kleine Betrieb seine eigene Molkerei – denn so sind die Strukturen in unserem Land (noch) nicht (mehr).

Bei größeren Produzent:innen spielt für uns zudem der soziale Aspekt eine große Rolle, so arbeiten wir bereits seit vielen Jahren mit Betrieben wie den Kuhhorstern, Brodowin oder Lobetal zusammen.

Einen Großteil der Produkte beziehen wir mit unserer eigenen Logistik – wir fahren direkt zu den Höfen, Manufakturen und Erzeuger:innen kreuz und quer durch Brandenburg und schlagen so eine Brücke von Land zu Stadt. Natürlich gibt es aber auch einige Landwirt:innen, die gern selbst in die Markthalle kommen, um uns zu beliefern (und ein bisschen Berlin zu schnuppern). Zum Lebensmittelsystem in Deutschland gehört aber natürlich auch der Großhandel, der eine wichtige Aufgabe für Import und Verteilung der Lebensmittel an den Einzelhandel und somit Grundsicherung der Ernährung der Bevölkerung übernimmt. Natürlich gibt es so weitere Glieder in der Wertschöpfungskette, aber auch wir wollen die Nachfrage der Berliner:innen nach Bananen, Avocados oder auch mal Fruchtgemüse im Winter bedienen können, daher pflegen wir langjährige und zuverlässige Handelsbeziehungen. Unsere Partner:innen tun dies wiederum auch, teilweise seit 20 bis 30 Jahren. Uns Ökos sind zuverlässige Informationen zu Ursprung, Hersteller und Kooperative einfach enorm wichtig. Zudem sind wir auch dankbar über die großen Reifereien, so dass wir nicht selber unendlich lange warten und stapeln müssen, bis auch die betonartigste Avocado mal genießbar wird… Bei all dem achten wir sehr darauf, wie oder genauer gesagt über wen die Produkte zu uns kommen und dass sie in der Wertschöpfungskette nicht unnötig hoch bepreist werden.

Umso mehr freuen wir uns darüber, die regionalen Produkten ganz ohne zusätzliche Strukturen beziehen und vermarkten zu können.


Ökologisch.

Für uns ist das selbstverständlich. Für alle anderen hoffentlich bald auch. Ernährungswende jetzt


Kleinbäuerlich.

Für einen nachhaltigen Strukturwandel im ländlichen Raum!


Nachhaltig.

Wir alle haben nur eine Erde. Lasst sie uns besser für unsere Kinder hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben!


Handwerklich.

Traditionell, mit der Hand, nach geerbten Rezepten – you name it!


Regional.

Kurze Wege! Das Glück liegt eben nicht immer (nur) in der Ferne ...


Saisonal.

Geht regional irgendwie eh am einfachsten ????


Sozial.

#LeaveNoOneBehind und zwar niemanden! Niemals.


Lecker.

Last but not least: Essen muss schmecken!



Wir haben mit unserer Initiative eine neue Form der Vermarktung aufgebaut: Im klassischen Lebensmittelhandel wird das Produkt so angefertigt, dass es eine möglichst hohe Wertschöpfung hat, beziehungsweise besser funktioniert und die Risiken im Verkauf minimiert werden. So hat zum Beispiel eine Frischmilch ein relativ kurzes Mindesthaltbarkeitsdatum von 7-8 Tagen, daher dominiert die länger frische Milch mit einem längeren MHD die Kühlregale des Einzelhandels: Handel und Produktion legen das von vornherein so an. Dadurch fallen viele Produkte und Sorten im klassischen Lebensmittel- und Biohandel aufgrund der Wertschöpfungskette aus dem Raster.

Wir wollen jedoch, dass nicht so gedacht wird.

Das Produkt vom Produzent:innen soll so hergestellt werden, wie er es produzieren möchte und kann, ohne dass wir ihn irgendwie beeinflussen. Durch unsere Nähe zu unseren Produzent:innen gibt es in unserem Sortiment eine deutlich höhere Vielfalt an Spezialitäten & Raritäten und natürlich auch aus nicht so Schönem, zu Kleinem, und Produkten, deren Anbau im Normalfall gar nicht für den und die Endkund:in weiterentwickelt würde. Und wir haben das Gefühl, dass wir damit vielleicht nicht mehr lange David gegen Goliath sind:

Unsere andere Art der Vermarktung spricht viele Menschen an, denen der normale Einheitsbrei des Lebensmittelhandels nicht reicht. So sind wir stolz darauf, einen wichtigen Beitrag zur Ernährungswende weg von der Industrialisierung und den großen Konzernen leisten zu können.

Bei uns findet ihr also praktischerweise alles aus dem Biomarkt: neben frischem Obst & Gemüse, Molkereiprodukten, Eiern, Tofu & Tempeh, Fleisch- und Wurstwaren, Backwaren, Feinkost, Getränke und natürlich auch Haushaltswaren, Drogerieprodukte sowie auf Anfrage eigentlich auch alles andere, von dem wir wissen, wo es herkommt wie es produziert wurde.

Besonders ist natürlich, dass ihr bei uns auch viele Produkte vom Wochenmarkt der Markthalle Neun bestellen könnt: wir vertreten viele Händler:innen und Produzent:innen der Markthalle und bündeln das Sortiment. So kann man sich bequem die beliebten Produkte nach Hause liefern lassen, falls die Zeit mal nicht reicht, um durch die Halle zu schlendern und dort Mittag zu essen oder Kaffee zu trinken. Und natürlich gibt es hier auch unseren Marktstand Von Beet & Baum. Zu Beginn gab es dort lediglich Obst und Gemüse, inzwischen ist er immer mehr zu einem Aushängeschild vieler unserer Produkte geworden: so es gibt dort auch viele Molkereiprodukte, Fermentiertes dauerhaft Dienstag bis Samstag auf dem Wochenmarkt.

Um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, wird bei uns so gut es geht nach Bedarf bestellt. So können wir zwar Lagerungsverluste vermeiden, aber das kann ab und zu auch mal „wenn alle, dann leer“ für den und die Endkund:in bedeuten. Und ist doch mal etwas übrig, dann gibt es immer noch die Lebensmittelretter:innen von Foodsharing oder TooGoodToGo!

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